"Anziehend" - mit Kleidung die Welt verändern

Das Schulprojekt „Anziehend – mit Kleidung die Welt fairändern“ unserer 7. Klassen

 

 

 

Die Klassen 7a und 7g durften im Oktober 2016 am Schulprojekt „Anziehend – mit Kleidung die Welt fairändern“ teilnehmen. Das Projekt ist ein Angebot von „MobilSpiel e. V.“ und richtet sich an Schüler der 7. bis 9. Jahrgangsstufe. Das Projekt dauerte zwei Tage. Dazu kamen zwei Expertinnen vom  „Ökoprojekt MobilSpiel e. V.“ an die Schule.

 

Am ersten Tag lernten die Kinder in der Schule die Produktionsbedingungen der Bekleidungs- und Modeindustrie kennen. Die Schüler erfuhren, dass ihre Kleidung oft durch teilweise giftige Chemikalien belastet ist. Es wurde den beiden Klassen auch deutlich gemacht, wie schlecht die Arbeitsbedingungen für die Arbeiter in China, Bangladesch und weiteren Produktionsländern sind. Des Weiteren lernten die Kinder den Weg einer Jeans kennen. Dieser Weg führt durch die ganze Welt, z. B. kommt die Baumwolle aus den USA, gefärbt wird der Faden in Asien und gewebt wird der Stoff in Polen. Die Endfertigung findet dann meistens in China oder Bangladesch statt. Es wurden auch Möglichkeiten aufgezeigt, was man mit alter Kleidung machen kann, die man nicht mehr braucht – z. B. Weitergabe an Second-Hand-Läden oder Oxfam. Wie man faire Kleidung erkennt, die unter guten Arbeitsbedingungen hergestellt wird oder aus Biobaumwolle besteht, wissen die Schülern jetzt ebenfalls.

 

Am zweiten Tag wurden die Klassen in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe machte eine Stadtrallye und informierte sich über Bekleidungsgeschäfte in der Innenstadt von München, über das Angebot von Bio- und Fairtradeprodukten in diesen Geschäften und lernte ein alternatives Bekleidungsgeschäft im Glockenbachviertel kennen. Die zweite Gruppe besuchte das „Haus der Eigenarbeit“ in der Nähe des Ostbahnhofs. Hier gibt es Werkstätten und Fachleute, mit deren Hilfe jeder Interessierte ein Projekt umsetzen kann. Die Schüler besuchten die Textilwerkstatt und durften unter Aufsicht einer professionellen Näherin aus ihren alten mitgebrachten Kleidungsstücken etwas Neues schaffen. So wurde z. B. aus alten T-Shirts eine Handytasche oder eine Umhängetasche, wie auf den Bildern zu sehen ist. Die dritte Gruppe blieb in der Schule und bedruckte T-Shirts mit dem Siebdruckverfahren. Hierzu standen viele verschiedene Motive zur Verfügung. Die Kinder konnten ihre Kleidung aber auch mit Textilstiften selbst gestalten.

 

Durch dieses Projekt kennen die Schüler nun die Arbeits- und Produktionsbedingungen der Bekleidungs- und Modeindustrie. Sie wissen auch, wie man fair gehandelte Kleidung aus Biobaumwolle erkennt und verfügen über Möglichkeiten ihre alte Kleidung sinnvoller zu verwerten.

 B.N.